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Ralf Glogau

 
Rundschau vom 17.12.08: Dicke Luft in Nordbögge Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Thursday, 18. December 2008

Dicke Luft in Nordbögge: Seit über einem Jahr misst ein Gerät an der Bönener Straße Stickoxid-Werte. Die sind kritisch.

Warum, das erklärt Dirk Wilke, Sprecher des Arbeitskreises Lärm- und Schadstoffimmissionsschutz: „Der Grenzwert, ab dem Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft getroffen werden müssen, liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Jahresdurchschnitt an der Bönener Straße beträgt 43 Mikrogramm.”

Es gibt aber eine gesetzlich festgeschriebene Toleranz-Spanne die besagt, dass bis 44 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter keine Maßnahmen getroffen werden müssen. „Diese Spanne fällt ab 2010 weg, dann liegen unsere Werte eindeutig über der zugelassenen Grenze. Sollte der Durchschnittswert 2009 auch über 40 Mikrogramm liegen, muss ein Luftreinhalteplan erstellt werden”, schaut Wilke in die Zukunft.

Rundschau vom 17.12.08

Angeregt hatte der Nordbögger Arbeitskreis die Messungen selbst beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Dr. Ullrich Pfeffer wertete die Daten des kostenlos aufgehängten Messgerätes an der Bönener Straße aus und machte auf den deutlich erhöhten Stickoxid-Gehalt in der Luft aufmerksam. „Jetzt, wo wir dieses Zwischenergebnis haben, gehen wir auch davon aus, dass die Grenzwerte für Feinstaub überprüft werden müssen”, so Wilke und zieht die Konsequenz: „Wir fordern, dass die Gemeinde diese Messungen initiiert.”

Die Fraktion der Grünen stellt sich hinter den Arbeitskreis aus Anwohnern. „Auf der Autobahn A2 muss eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 Kilometer pro Stunde im Bereich Nordbögges eingeführt werden”, verlangt Fraktionssprecher Dr. Udo Becker. „Der geringere Treibstoffverbrauch kann zu einer Verringerung der Abgase führen.” Zudem warnt er: „Der Verkehr aus dem von SPD, CDU und BgB getragenen Inlogparc wird zu einer weiteren Verschlimmerung der Situation führen.”

CDU Fraktionsvorsitzender Manfred Hübner: „Der Inlogpark und saubere Luft dürfen sich nicht ausschließen. Die Bürger sollen gesund bleiben und Arbeitsplätze in Bönen haben.” Deshalb habe die CDU die Verkehrsführung vom Industriegebiet über die K 35 Richtung Osten auf die A 2 bei Hamm/Rhynern geplant. Zudem möchte die CDU abwarten, wie weitere Messergebnisse ausfallen. „Es muss weitere Messungen an einem zweiten Punkt geben. Wenn die Durchschnittswerte überschritten sind, muss ein Luftreinhalteplan eingerichtet werden.”

Die SPD möchte sich mit Forderungen zurückhalten, bis bewertbare Ergebnisse vorliegen. „Wir haben keine Ergebnisse vorliegen, die wir bewerten könnten.” Wenn negative Ergebnisse gemessen würden, werde man sich zusammensetzen. „Oberste Priorität muss in jeden Fall die Gesundheit der Bürger sein.”

 
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